Cellomics

Cellomics

Die biomedizinische Nutzung innovativer Stammzelltechnologien steht häufig vor ungelösten methodischen und technischen Herausforderungen. Im Rahmen ihrer F&E Tätigkeiten adressiert die Plattform Cellomics hoch aktuelle Forschungsfelder wie alternative Reprogrammierungstechnologien, komplexe 2D und 3D Zellkultursysteme, in vitro Krankheitsmodellierung, zellbasierte Therapieverfahren und Industrialisierung Stammzell-basierter Prozesse. Mit dem Ziel, humane Zellsysteme effizient in die biomedizinische Anwendung zu bringen, beteiligt sich die Plattform daher im Rahmen mehrerer Fördermaßnahmen an präklinischen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Dazu engagiert sich die Plattform Cellomics insbesondere in Forschungs- und Entwicklungsprojekten, die im Verbund mit Pharma- und Biotechnologieunternehmen umgesetzt werden.

Forschungskonsortien

  1. H2020 PHC 3-2015: Comorbidity and Synapse Biology in Clinically Overlapping Psychiatric Disorders (COSYN, Fkz: 667301). Ziel dieses Konsortiums ist es, auf Basis patientenspezifischer Neurone zur Aufklärung der Pathogenese psychiatrischer Erkrankungen beizutragen und neue diagnostische Verfahren sowie zelluläre Assays für die Target- und Wirkstoffsuche zu entwickeln.
  2. EU-Forschungsrahmenprogramm HEALTH-F4-2013-602278: European Stem Cell Consortium for Neural Cell Replacement, Reprogramming and Functional Brain Repair (Neurostemcellrepair, Fkz: HEALTH-F4-2013-602278). Ziel des Projekts ist es, den klinischen Einsatz Stammzell-abgeleiteter neuraler Zellprodukte für Zellersatztherapien zur Behandlung von Morbus Parkinson und Morbus Huntington vorzubereiten.
  3. Leitmarktwettbewerb LifeScience: Standardisierte und integrierte Verfahren zur personalisierten Stammzell-basierten Wirkstoffprädiktion mittels reprogrammierter Blutzellen (StemCellFactory III, Fkz: EFRE-0800977). Ziel dieses Konsortialprojekts ist es, die automatisierte Reprogrammierung von humaner Blutzellen auf der StemCellFactory-Anlage zu implementieren und die Nutzung von iPS-Zell-abgeleiteten krankheitsspezifischen Zellen aus Patientenblut für die individualisierte Wirkstoffprädiktion an Zellen des Zielgewebes zu etablieren.
  4. Leitmarktwettbewerb LifeScience: Innovative Testsysteme zur Identifizierung kurativer Analgetika mit verlässlicher Prognose für die Wirkung im Patienten (NeuRoWeg, Fkz: EFRE-0800407). Das zusammen mit dem Pharmaunternehmen Grünenthal durchgeführte Projekt zielt auf die Entwicklung neuartiger Testsysteme für eine zuverlässigere und schnellere Auswahl von Kandidatenmolekülen für die Entwicklung neuer Schmerzmedikamente ab.
  5. H2020-JTI-IMI2-2015-05-03: PHAGO (Fkz: 115976-PHAGO): Ziel dieses IMI-Projekts ist es, die Rolle der Neuroinflammation bei der Entstehung bzw. Behandlung von Morbus Alzheimer zu untersuchen. Dazu wird insbesondere die Modulation der Mikroglia/Makrophagen-Aktivierung in Abhängigkeit von den TREM2- und CD33-Signalwegen untersucht.
  6. H2020-JTI-IMI2-2015-05-03: NGN-PET (Fkz: 116072-NGN-PET): Ziel dieses IMI-Projekts ist es, eine iPS-Zell-basierte Plattform zur Modellierung der Neuron-Glia Interaktionen zu etablieren und für die Wirkstoffsuche einzusetzen.
  7. BMBF Förderung innovativer Stammzelltechnologien für die individualisierte Medizin: Neuro2D3 (Fkz: 01EK1603B): Dieses Verbundprojekt fokussiert auf die Entwicklung patienten- und krankheitsspezifischer zellulärer Testsysteme für die in-vitro-Modellierung altersbedingter neurologischer Erkrankungen und deren Implementierung im high content und high throughput screening.