L&B Electrophysiology Services

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Die Entwicklung neuer wirksamer Therapeutika für den Großteil der ZNS-Erkrankungen wird durch die Vielzahl neuronaler Zelltypen, und deren komplexe Konnektivität erschwert. Diese Komplexität erfordert ein tiefgreifendes Verständnis von organisatorischen Prinzipien und zelltypischen Eigenschaften. Elektrophysiologie und funktionale Konnektomik sind entscheidende Tools bei der Erforschung der Wirkungsmechanismen, die der Pathophysiologie von ZNS-Erkrankungen zugrundeliegen, und spielen deshalb bei der Entwicklung neuer Therapeutika eine ausschlaggebende Rolle. Unsere breite Kompetenz in diesen Technologien ermöglicht es uns, präklinische Forschungs- und Entwicklungsprogramme optimal zu unterstützen. Wir bieten eine quantitative elektrophysiologische Charakterisierung von kleinen Molekülen im Hinblick auf eine Vielzahl von Wirkmechanismen in akuten Nagetier- und humanen Hirnschnitten, kultivierten Neuronen und Tiermodellen neuronaler Erkrankungen an.

In-vitro-Physiologie an Hirnschnitten

Humane und Nagetier-Hirnschnitte bewahren ihre funktionale lokale synaptische Verschaltung bei erhaltener Gehirn-Architektur, was eine präzise Kontrolle der extrazellulären Umgebung und Arzneimittel-Pharmakologie ermöglicht. Wir bieten Messungen der neuronalen Erregbarkeit auf Einzelzellniveau, um die Wirkungen von pharmakologischen Wirkstoffen auf verschiedene Nervenzelltypen, Rezeptoren, Ionenkanäle oder Neurotransmittersysteme zu evaluieren. Ganzzellableitungen werden auf die spezifischen Merkmale und den Wirkungsmechanismus des Prüfpräparats abgestimmt durchgeführt. Unser Portfolio umfasst eine Vielzahl komplementärer Funktionsanalysen, einschließlich:

Analyse der synaptischen Übertragung:

Analyse von synaptisch evozierten und spontanen synaptischen Strömen/Potenzialen, ihren biophysikalischen Eigenschaften, Fazilitation und Depression, Analyse von Agonist-/Antagonist-evozierten postsynaptischen Strömen, Analyse von Input-/Output-Eigenschaften, Evaluierung der Funktion von inhibitorischen Feedback- und Feedforward-Netzwerkmotiven.

  • Analyse von Auslösefaktoren (Spannungsklemm-Ableitung von Schnitten)
  • Umfassende Analyse von verschiedenen spannungsabhängigen Strömungstypen, einschließlich ihrer biophysikalischen Eigenschaften (Spannungsklemm-Ableitungen von isolierten Neuronen)

  • Pharmakologie von Antikonvulsiva, Pharmakosensitivität von spannungsabhängigen Natriumkanälen, krampflösende Aktivität auf neuronale Inhibition/Erregung
  • Evaluierung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen auf basale Neurotransmission und konvulsive Aktivität

  • Chronische Modelle für Epilepsie (Pilocarpin-Modell, Kainat-Modell)
  • Chronische Schlaganfallmodelle (photothrombotischer Schlaganfall)
  • Modelle kortikaler Epilepsie

  • Akut dissoziierte Körnerzellen des Gyrus dentatus
  • Akut dissoziierte CA1-Neuronen
  • Transfizierte HEK293- und CHO-Zellen
  • Primäre Nervenzellkulturen

  • Kontinuierliche telemetrische EEG-Messungen bei Mäusen
  • Patch-Clamp-Technik und extrazelluläre Messungen bei Mäusen
  • Verhaltenstests

  • Erzeugung von RABV- und rAAV-Viruskonstrukten
  • Stereotaktische Virusübertragung
  • Virus-vermitteltes monosynaptisches Tracing von definierten Einzelneuronen oder Neuronenpopulationen
  • Ganz-Hirngewebe-Clearing
  • Bildanalyse und Quantifizierung von verknüpften Nervenzellen
  • Mikroskopische Visualisierung von Konnektomen